21.800 Wohnungen im März: das dritte Plus in Folge
Im März 2026 wurden 21.800 Wohnungen genehmigt, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hält die Aufwärtsbewegung das ganze erste Quartal über an.
Auch im März steigen die Baugenehmigungen: 21.800 Wohnungen, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit war jeder Monat des ersten Quartals im Plus, bei gleichzeitig schlechter Branchenstimmung.
Die Meldung
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im März 2026 21.800 Wohnungen genehmigt, 2.200 mehr als im März 2025, ein Plus von 11,5 Prozent. Zusammen mit den Vormonaten ergibt das für das erste Quartal 2026 eine Genehmigungszahl in der Größenordnung von 63.000 Wohnungen. Alle drei Monate lagen über dem Vorjahresniveau: Januar mit 8,4 Prozent, Februar mit 24,1 Prozent, März mit 11,5 Prozent.
Die Zahlen
- März 2026: 21.800 Wohnungen (+11,5 %, +2.200)
- Februar 2026: 22.200 (+24,1 %)
- Januar 2026: 19.500 (+8,4 %)
- Erstes Quartal (Näherung): rund 63.000 Wohnungen
- Jahresrate (hochgerechnet): deutlich unter 300.000 Wohnungen
Unser Kommentar
Drei Monate in Folge im Plus sind mehr als ein Basiseffekt. Die Aufwärtsbewegung ist real, und sie kommt aus allen Gebäudetypen: Ein- und Zweifamilienhäuser wie Mehrfamilienhäuser. Der Wohnungsbau bewegt sich also von seinem Tiefpunkt weg.
Gleichzeitig hat sich die Branchenstimmung im April massiv verschlechtert, das ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau ist auf −28,4 Punkte gefallen. Diese Gleichzeitigkeit ist der wichtigste Befund des Quartals: Was genehmigt wird, ist noch nicht das, was gebaut wird. Genehmigungen sind das Ergebnis von Entscheidungen aus dem Herbst und Winter, vor dem Zinssprung im März und vor der Verschlechterung des geopolitischen Umfelds. Wer eine Baugenehmigung erhält, hat damit noch nicht die Finanzierung gesichert oder den Auftrag erteilt.
Für Kommunen ist daraus eine konkrete Aufgabe abzuleiten. Wenn Baurecht schneller entsteht als Gebäude, wächst der Bauüberhang, und der ist kein Papierproblem, sondern ein politisches: Eine Gemeinde, die Flächen entwickelt und Erschließung finanziert hat, wartet auf Grundsteuer und Einwohner. Es lohnt, in der eigenen Verwaltung zu erfassen, welche genehmigten Vorhaben nicht begonnen wurden und warum. Bei manchen fehlt Finanzierung, bei anderen ein Bauunternehmen, bei wieder anderen nur ein Nachweis. Nur der erste Fall ist unlösbar. Für die anderen stehen im Bundeshaushalt 2026 immerhin 800 Millionen Euro zur Aktivierung des Bauüberhangs bereit.
Quellen: Statistisches Bundesamt: Baugenehmigungen März 2026
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