DACH+HOLZ in Köln: 564 Aussteller aus 28 Ländern
Die DACH+HOLZ 2026 läuft vom 24. bis 27. Februar in Köln, mit 564 Ausstellern aus 28 Ländern. Die Themen zeigen, wohin sich der Holzbau bewegt.
Vom 24. bis 27. Februar läuft in Köln die DACH+HOLZ, die wichtigste Fachmesse der Branche im deutschsprachigen Raum: 564 Aussteller aus 28 Ländern. Für Bauherren interessanter als die Zahlen sind die Themen.
Die Meldung
Die DACH+HOLZ 2026 findet in diesem Jahr in Köln statt: 564 Aussteller aus 28 Ländern zeigen dort Produkte und Verfahren für Holzbau, Dach und Fassade. Thematische Schwerpunkte sind neue Materialien und digitale Planungsprozesse, innovative Verbindungstechniken, nachhaltiges Bauen und Klimaschutz sowie ein eigener Bereich für Start-ups und Innovationen. Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, bilanzierte den Messeauftritt der Branche mit den Worten: „Der Holzbau hat sich auf der Messe erneut mit all seinen Stärken hervorragend präsentiert.“ Die nächste Ausgabe ist für den 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart angesetzt.
Die Zahlen
- Aussteller: 564
- Herkunftsländer: 28
- Termin: 24.–27. Februar 2026, Köln
- Nächste Ausgabe: 7.–10. März 2028, Stuttgart
- Schwerpunkte: Materialien, digitale Planung, Verbindungstechnik, Kreislaufwirtschaft
Unser Kommentar
Messethemen sind ein guter Frühindikator, weil Aussteller Geld dort investieren, wo sie Nachfrage erwarten. Zwei der genannten Schwerpunkte verdienen Aufmerksamkeit.
Erstens die Verbindungstechnik. Sie klingt nach einem Detail für Fachleute, entscheidet aber über Wirtschaftlichkeit und Rückbaubarkeit gleichzeitig. Verbindungen bestimmen, wie schnell auf der Baustelle montiert wird, und ob ein Bauteil am Ende der Nutzungsdauer sortenrein getrennt werden kann. Wer verschraubt statt verklebt, baut ein Gebäude, dessen Bauteile später wieder verwendbar sind. Das ist derzeit noch ein Nachhaltigkeitsargument; sobald Lebenszyklus- und Kreislaufkriterien in Förderbedingungen und Zertifizierungen einfließen, wird es ein wirtschaftliches.
Zweitens die digitalen Planungsprozesse. Vorfertigung funktioniert nur mit einer Werkstattplanung, die früher fertig sein muss als bei konventioneller Bauweise. Änderungswünsche nach Fertigungsbeginn sind im Holzbau teurer als im Massivbau. Für Bauherren bedeutet das: Der Terminvorteil der Vorfertigung entsteht nicht auf der Baustelle, sondern in der Planungsphase. Wer diese Verschiebung nicht organisiert, verliert genau den Vorteil, für den er sich entschieden hat.
Quellen: Holzbau Austria: DACH+HOLZ 2026
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